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Westfälischer Zeitungsverlag stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Angekündigte Untersagung des Bundeskartellamts zwingt Unternehmen zu diesem Schritt

 

  • Keine Mitarbeiter von Insolvenz betroffen
  • Ausschließlich Lokalausgaben in Dortmund, Lünen, Schwerte und Castrop-Rauxel berührt
  • Keine Fortbestehensprognose der WZV

Die Westfälische Zeitungsverlag GmbH & Co. KG (WZV) hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Damit sollen der FUNKE MEDIENGRUPPE so viele Vermögenswerte wie möglich gesichert werden. Zu diesem Schritt sieht sich das Unternehmen gezwungen, nachdem das Bundeskartellamt angekündigt hatte, Kooperationen zwischen der FUNKE MEDIENGRUPPE und dem Medienhaus Lensing zu untersagen beziehungsweise nicht als alleiniger Entscheider über die Voraussetzungen einer Sanierungsfusion zu fungieren.

Zum Hintergrund: Das Medienhaus Lensing strebte eine Übernahme von sieben Lokalaus-gaben der Tageszeitungen „Westfälische Rundschau“ und „Westdeutsche Allgemeine Zei-tung“ in den Städten Dortmund, Schwerte, Lünen und Castrop-Rauxel an. Die Ausgaben werden allesamt von der WZV herausgegeben. Weitere Ausgaben gibt die Gesellschaft nicht heraus. Beide Medienunternehmen hatten sich in dem Antrag beim Bundeskartellamt auf die Grundsätze der Sanierungsfusion berufen. Das Medienhaus Lensing beabsichtigte die Lo-kalausgaben langfristig weiterzuführen, beide Medienunternehmen hätten bei den Zeitungs-inhalten zusammengearbeitet. Beschäftigungsverhältnisse wären von der Kooperation nicht betroffenen gewesen. Auch von der jetzigen Insolvenzanmeldung sind keine Beschäfti-gungsverhältnisse berührt.

„Aus betriebswirtschaftlichen Gründen sehen wir keine Perspektive, die Westfälische Zei-tungsverlag GmbH & Co. KG weiterhin im Portfolio der FUNKE MEDIENGRUPPE zu führen. Nach der überraschenden Entscheidung des Bundeskartellamts, das uns angekündigt hatte, einen Verkauf der sanierungsbedürftigen Lokalausgaben an das Medienhaus Lensing zu untersagen, bleibt uns nur eine Möglichkeit: Unter den Rahmenbedingungen eines Insol-venzverfahrens in Eigenverwaltung die Vermögenswerte zu sichern“, sagt Thomas Ziegler, Geschäftsführer der FUNKE MEDIENGRUPPE. „Die Gesellschaft ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zahlungsunfähig, es besteht aber bereits Insolvenzantragspflicht bei einer negativen Fortbestehensprognose.“

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wird der neue Geschäftsführer der WZV, der Sanierungsfachmann Dr. Helmut Balthasar von der Sozietät GÖRG, operativ verantworten. Aufgabe von Herrn Dr. Balthasar und dem Insolvenzverwalter wird soweit wie möglich die Verwertung von Vermögensgütern sein.

„Wir hätten den Verkauf an das Medienhaus Lensing gerne abgeschlossen, denn dann hätten wir die Lokalausgaben in guten Händen gewusst und deren langfristiges Bestehen sichern können. Sofern es in unserer Macht steht, werden wir uns im Insolvenzverfahren dafür einsetzen, dass für die Lokalausgaben ein Käufer gefunden wird und sie erhalten bleiben“, sagt Thomas Ziegler. „Das Verfahren ändert nichts an unserer Strategie: Wir haben starke Standbeine im Regionalzeitungs- und Zeitschriftenmarkt, in die das Unternehmen auch künf-tig investieren wird, um sie erfolgreich weiterzuführen.“

 

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