"Journalismus aus Leidenschaft" - seit 75 Jahren

FUNKE ist ein Unternehmen mit Geschichte – und voller Geschichten. In den vergangenen sieben Jahrzehnten hat sich der Medienmarkt und mit ihm das Unternehmen rasant gewandelt. Der Kern von FUNKE aber bleibt: "Journalismus aus Leidenschaft."

Geburtsstunde des Unternehmens ist der 3. April 1948: Dreimal pro Woche, sechs Seiten, so sahen die ersten Ausgaben der von Jakob Funke und Erich Brost gegründeten WAZ aus. Heute erreicht FUNKE mit seinen Angeboten auf allen journalistischen Kanälen mehrere Millionen Menschen. Täglich.

Von der WAZ zu FUNKE - die komplette Geschichte der Mediengruppe

1948
1949 – 1964 
1973 –1976
1977 – 1987
1990
1997 – 2012
2012
2014
2015 – 2018
2018 – 2020
2021
2021 – 2022

1948

Jakob Funke gründet gemeinsam mit Erich Brost die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), deren erste Ausgabe am 3. April 1948 in Bochum erscheint. Der gebürtige Essener verantwortet bei der neu gegründeten WAZ den kaufmännischen Bereich – und unter seiner Leitung wächst das Unternehmen zu einem der größten Medienunternehmen Deutschlands. Bis zu seinem Tod 1975 bleibt Jakob Funke Gesellschafter, Herausgeber und Verlagsleiter. Rund 60 Jahre nach der Gründung der WAZ wird das Unternehmen seinen Namen tragen.

1949 – 1964 

In den ersten Jahren wächst die junge WAZ zur größten und wichtigsten Zeitung im Ruhrgebiet. Das Team wächst kontinuierlich und zieht in das erste eigene Verlagsgebäude. 1961 nimmt die WAZ ein neues Druckzentrum in Betrieb, Essen ist endgültig die „Hauptstadt“ des Unternehmens. 1964 gehen die Gründer den ersten Schritt in der Diversifizierung: Das Unternehmen wagt den Schritt in ein neues Geschäftsfeld und steigt in den Zeitschriften-Markt ein. Mit der Übernahme des Titels Welt am Sonnabend wird die Basis für das Zeitschriften-Portfolio gelegt, das heute zu den vielfältigsten im Markt gehört und Titel vor allem aus den Segmenten Frauen, Programm, Lifestyle und Food umfasst.

1973 –1976

Zuwachs: Die WAZ übernimmt 1973 die Westfalenpost (WP) mit Sitz in Hagen und geht den ersten Schritt zum führenden Zeitungsverlag der Region. 1975 beteiligt sich die WAZ mehrheitlich an der Westfälischen Rundschau (WR) mit Sitz in Dortmund und 1976 an der Neuen Ruhr Zeitung / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) mit Sitz in Essen. Ab 1976 revolutioniert das „WAZ-Modell“ eine ganze Branche. Die Idee: Die vier Verlage von WAZ, NRZ, WP und WR arbeiten im kaufmännischen und technischen Bereich (Anzeigen, Vertrieb, Verwaltung, Druck) zusammen, bleiben aber redaktionell unabhängig. Die so erreichten Synergien stärken die wirtschaftliche Basis der Redaktionen - und damit eine wichtige Grundlage für unabhängigen Journalismus.

1977 – 1987

Der Konzern engagiert sich 1977 zum ersten Mal auf dem Anzeigenblattmarkt: Zu der neu gegründeten Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft (WVW) gehören heute rund 25 Titel – besser bekannt als Stadtanzeiger, Stadtspiegel oder Wochenblatt. 1979 wird der Moderner Zeitschriften Vertrieb (MZV) gegründet – und entwickelt sich zu einem der führenden Nationalvertriebsgesellschaft für Zeitschriften in Deutschland. Das Unternehmen wird ein Musterbeispiel für verlagsübergreifende Kooperationen: Seit 2010 ist Hubert Burda Media Gesellschafter, 2022 kommt die Mediengruppe Klambt hinzu. 1987 folgt der Schritt ins Ausland: Das Unternehmen erwirbt einen Anteil von 50 Prozent am Verlag Neue Kronen Zeitung mit Sitz in Wien. Ein Jahr später folgte der zweite Zukauf in Österreich: Der Konzern beteiligt sich mit 49,4 Prozent am Kurier-Verlag.

1990

Am 1. April 1990 geht mit Radio Duisburg als erstes privates Lokalradio in NRW auf Sendung. Die Zeitungsgruppe WAZ hält an der Betriebsgesellschaft des Senders eine mehrheitliche Beteiligung – wie später auch an weiteren Lokalfunkstationen an Rhein und Ruhr. Die Westfunk kümmert sich zentral um die kaufmännischen und technischen Belange Sender. Im gleichen Jahr investiert der Konzern als erstes westdeutsches Verlagshaus in den neuen Bundesländern, übernimmt die drei Tageszeitungen Thüringer Allgemeine (TA), Ostthüringer Zeitung (OTZ) und Thüringische Landeszeitung (TLZ), und gründet die Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) als zentrale Dienstleisterin für die Zeitungen. Heute ist FUNKE eines der größten Medienhäuser in Ostdeutschland.

1997 – 2012

Zeitschriften werden zunehmend zu einer tragenden Säule des Konzerns: In 15 Jahren baut der Konzern bestehende Segmente durch Zukäufe wie FRAU im SPIEGEL im Bereich Frauen sowie GONG, nurTV oder TV Sudoku im Segment der Programmtitel aus. Neu ins Portfolio kommen Rätsel-Titel – heute ist FUNKE Europas größter Anbieter in diesem Segment. Mit dem Essener Klartext Verlag steigt FUNKE außerdem in den Buchmarkt ein. Auch im Bereich Regionalmedien wächst der Konzern weiter – und fügt mit der Braunschweiger Zeitung das erste „Nord-Bundesland“ auf der FUNKE-Landkarte hinzu.

2012

Seit der Gründung der WAZ 1949 war das Unternehmen in der Hand der beiden Familienstämme um die Gründer Jakob Funke und Erich Brost. Nach dem Tod der Witwe von Erich Brost übernimmt Petra Grotkamp von den Brost-Erben deren 50-prozentigen Anteil an der Mediengruppe und hält damit eine Zweidrittelmehrheit. Ein Jahr nach der Übernahme benennt sich das Unternehmen um – in FUNKE Mediengruppe. Der Name ist nicht nur eine Reminiszenz an den WAZ-Mitbegründer und Petra Grotkamps Vater Jakob Funke: Er betont auch das Verständnis der Gruppe als Familienunternehmen.

2014

Mit der Übernahme von Regionalzeitungen und Teilen des Zeitschriftenportfolios der Axel Springer SE geht FUNKE einen entscheidenden Schritt hin zum „besten nationalen Medienhaus“. Mit den neuen Titeln wie Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, HÖRZU oder BILD der FRAU legt FUNKE den entscheidenden Grundstein für das Wachstum der kommenden Jahre. Auch zwei für die Entwicklung des Unternehmens zentrale Units gehen in Berlin an den Start: Das digitales Entwicklungszentrum FUNKE Digital und 2015 die FUNKE Zentralredaktion.

2015 – 2018

FUNKEs Job-Cluster wächst weiter: Nach der Übernahme der joblocal-Gruppe – Spezialist für Jobbörsen mit Fokus auf regionale Märkte – werden die Online-Portale ABSOLVENTA und AZUBIYO Teil von FUNKE und erweitern das Angebot für Uni- bzw. Schul-Absolventen. Weitere Neuzugänge im Digital-Portfolio sind Video-On Demand-Infoportal WerStreamt.es, das Berliner Mobile-Start-up stanwood und das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen trendence. Auch im journalistischen Bereich wächst FUNKE: Durch die Mehrheitsbeteiligung Media Partisans - dem Betreiber von Portalen wie heftig.co oder leckerschmecker.me - wird FUNKE zu einem der führenden Player im New Publishing. Im Printbereich kauft FUNKE die beiden Titel myself und DONNA und steigt so in das Segment der Lifestyle-Zeitschriften ein.

2018 – 2020

Mit Beginn des Jahres übernimmt Julia Becker den Vorsitz des Aufsichtsrates von ihrer Mutter Petra Grotkamp. Sie wird in den Folgejahren ein prägender Kopf bei FUNKE und in der gesamten Medienbranche. Sie macht sich unter anderem stark für die Freiheit der Presse, aber auch für mehr Diversität in Redaktionen und Management der Medienunternehmen. Für rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am FUNKE-Stammsitz heißt es 2019: Umzug in die Zukunft, in die neue FUNKE-Konzernzentrale in die grüne Mitte Essen um. Das neue Gebäude ist eine der modernsten Gebäude der Branche mit viel Freiraum zum kreativen Arbeiten. Die Standortentscheidung für Essen ist ein klares Bekenntnis zur Historie des Unternehmens und zur Orientierung in die Zukunft gleichermaßen.

2021

Petra Grotkamp, Julia Becker, Nora Marx und Niklas Wilcke treffen die Entscheidung, die unternehmerische Führung des Unternehmens im Gesellschafterkreis zu übernehmen. Mit einem neuen Management-Team startet FUNKE nun mit einer umfassenden Neuausrichtung des gesamten Unternehmens – mit einem klaren Auftrag: guten Journalismus zu sichern. Die Vision: Guter Journalismus ist wichtiger denn je - für eine offene, informierte Gesellschaft!

2021 – 2022

FUNKE stärkt mit drei Übernahmen in wenigen Monaten seine digitalen Angebote in den Bereichen Gesundheit- und Frauen-Medien sowie Vermittlungsplattformen: Onmeda.de und Gofemin.de sind Online-Pioniere in ihren Segmenten und gehören zu den führenden Plattformen in der deutschen Online-Welt. Beide Teams sitzen in Köln – und bilden so einen weiteren Standort von FUNKE. Ein weiterer neuer Standort ist Lüneburg: Hier sitzt das Team von Musterhaus.net - Deutschlands größtem unabhängigen Hausbau-Portal, an dem FUNKE die Mehrheitsbeteiligung übernimmt. Das Jahr endet wie es begonnen hat - mit einem Ausbau des journalistischen Portfolios: Die feministische Medienmarke EDITION F samt des Events FEMALE FUTURE FORCE DAY werden Teil von FUNKE.