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Tobias Blasius in der "Aktuellen Stunde" des WDR (Screenshot)

 

„Armin Laschet hat schon immer Karriere als kleinster gemeinsamer Nenner gemacht“

Tobias Blasius ist in diesen Tagen ein viel gefragter Mann. Ob Radio, Fernsehen, Internet – der NRW-Landeskorrespondent der FUNKE Mediengruppe ist derzeit überall zu hören, zu sehen und zu lesen. Seine Biografie über Armin Laschet, den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und neuen CDU-Bundesvorsitzenden, die er zusammen mit seinem Kollegen Moritz Küpper verfasst hat, ist heiß begehrt. Seit Laschets Wahl zum Nachfolger von Angela Merkel wird in beinahe jedem Porträt auf das Buch und seine Autoren verwiesen.

Vorgestellt worden war es bekanntlich Ende September 2020 – ausgerechnet vom bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder im Gespräch mit Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion in Berlin.

Im Interview berichtet Tobias Blasius von den Anfragen aus aller Welt und verrät, wie Armin Laschet seine eigene Biografie gefällt und wer seiner Meinung nach Kanzlerkandidat der CDU wird.

 

Herr Blasius, Glückwunsch zum perfekten Timing! Im September ist Ihre Biografie über Armin Laschet erschienen, jetzt, im Januar, wurde er zum CDU-Vorsitzenden gewählt. Ihr Buch ist seitdem im politisch-medialen Betrieb in aller Munde. Sie haben zahlreiche Anfragen bekommen.

Das stimmt, das war natürlich ein sehr guter Zeitpunkt. Und es ist die erste Biografie über Laschet, es gab vorher kein Buch über ihn. Obwohl er seit 30 Jahren in der Politik ist, ist er noch immer ziemlich unbekannt. Im Vorfeld des Parteitags wurde das Interesse an Armin Laschet dann immer größer. Seitdem bekommen Moritz Küpper und ich unheimlich viele Anfragen aus dem Inland, aber auch aus dem europäischen Ausland. Es erreichten uns Anfragen von Kollegen aus Frankreich, Spanien, Dänemark, der Schweiz und Großbritannien. Dabei geht es immer um zwei Fragen: Was ist Armin Laschet für ein Mensch und Politikertypus? Und wie wird er Deutschland in der Zeit nach Angela Merkel verändern?

Hatten Sie den Zeitpunkt der Buchveröffentlichung denn bewusst gewählt?

Ich begleite Armin Laschets politische Karriere seit fast 20 Jahren, und Moritz Küpper hat als NRW-Korrespondent des Deutschlandfunks auch viel Kontakt zu ihm. Die Idee, gemeinsam ein Buch über ihn zu machen, hatten wir Ende 2019, als sich abzeichnete, dass er in der Bundespolitik eine Rolle spielen könnte. Damals war aber noch nicht klar, ob es ein Buch über den Ministerpräsidenten Armin Laschet oder den neuen CDU-Vorsitzenden wird. Im Jahr 2020 bekam das Vorhaben dann eine ganz eigene Dynamik. Der Parteitag sollte ursprünglich im April stattfinden, bis dahin wäre das Buch niemals fertig geworden. Die Verschiebung des Parteitags war für uns also eine glückliche Fügung.

Wie sehr hat Sie die Resonanz denn überrascht?

Mir war ehrlich gesagt lange Zeit nicht klar, wie viel Erklärungsbedarf zu Armin Laschet besteht. Er ist immer noch relativ unbekannt in der Öffentlichkeit – aber auch im politischen Betrieb. Wir haben nach seiner Wahl sogar Anfragen vom diplomatischen Korps bekommen, um mehr über ihn zu erfahren.

Im letzten Gespräch mit der Unternehmenskommunikation sagten Sie, dass Armin Laschet das Buch vor der Veröffentlichung noch nicht gelesen habe. Haben Sie in der Zwischenzeit eine Rückmeldung von ihm bekommen?

Er kennt das Buch und sein privates und politisches Umfeld hat durchblicken lassen, dass er bei aller Kritik gut getroffen ist.

Hatten Sie mit Armin Laschet seit seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden mal wieder Kontakt?

Ja, natürlich. Ich begleite ihn weiterhin in seinem Tagesgeschäft und treffe ihn auf Pressekonferenzen. An unserem professionellen Verhältnis hat das Buch aber nichts geändert.

Kaum ein Journalist dürfte Armin Laschet so gut kennen, wie Sie. Hat es Sie überrascht, dass er zum CDU-Vorsitzenden gewählt worden ist?

Nein, überhaupt nicht. Ich habe schon bei der Buchvorstellung gesagt, dass ich glaube, dass er es wird. Er hat schon immer Karriere als kleinster gemeinsamer Nenner gemacht. Das ist gar nicht despektierlich gemeint, das ist vielleicht so etwas wie sein Erfolgsgeheimnis.

Abschließend eine Prognose: Wer wird Kanzlerkandidat der CDU und warum?

(lacht) Das ist die schwierigste Frage, die mir oft gestellt wird. Wenn er seine Umfragewerte stabilisiert, seine Beliebtheit steigert und die CDU bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gut abschneidet, hat Armin Laschet sehr gute Chancen auf die Kanzlerkandidatur. Wenn seine Umfragewerte aber in den Keller gehen oder er Fehler macht, dann wird der Druck aus der Partei heraus vermutlich so groß, dass Markus Söder es wird.

Gibt es dann ein Update der Biografie?

(lacht) Darüber haben wir tatsächlich schon nachgedacht. Es ist ja auch für uns unheimlich interessant und spannend zu beobachten, welchen Weg er nimmt und wie er sich entwickelt. Seine Karriere wurde ihm nicht in die Wiege gelegt. Vielleicht gibt es eine Neuauflage, wenn Armin Laschet tatsächlich Kanzler wird.


 

Hier wurde unter anderem über die Biografie von Tobias Blasius und Moritz Küpper berichtet:

TV:

Aktuelle Stunde, WDR, 23.1.21:
https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/alle-videos/video-aktuelle-stunde---1348.html

 

Radio:

Hessischer Rundfunk, 18.1.21:
https://www.hr2.de/podcasts/der-tag/hurra-es-ist-ein-junge-die-cdu-und-ihr-neuer-vorsitz,podcast-episode-81272.html

rbb, 22.1.21:
https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/c3/85/c3859cb9-2b2e-4e91-8849-73699567d8ec/1c61f8dc-a351-42ef-abb2-10fe8a24e0a5_d6523541-1493-4bf6-9d58-768854a735ed.mp3

 

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