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NRW-Landeskorrespondent Tobias Blasius veröffentlicht Biographie über Armin Laschet

Tobias Blasius ist dort, wo die Landespolitik gemacht wird: in Düsseldorf. Seit zehn Jahren berichtet er für die FUNKE Mediengruppe als NRW-Landeskorrespondent und liefert mit Kollege Matthias Korfmann täglich die neuesten Informationen aus dem Landtag für unsere Leser. Für sein erstes Buch hat er einen Politiker besonders unter die Lupe genommen – den Rheinländer und möglichen Kanzlerkandidaten Armin Laschet. In „Der Machtmenschliche“ berichten er und sein Kollege Moritz Küpper vom Deutschlandradio über die politische Karriere Laschets. Wie es dazu kam, erzählt er im Interview.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine politische Biographie über Armin Laschet zu schreiben?

Tobias Blasius: Ich begleite Armin Laschet seit mehr als 15 Jahren. Kennengelernt habe ich ihn, als er Europaabgeordneter in Brüssel war. Für die politische Berichterstattung habe ich ihn oft gesprochen und seine Karriere mit Interesse verfolgt. Für politische Gegner aber auch Parteikollegen galt Laschet lange als zu liberal, zu weich, zu rheinisch, besonders für die CDU. Trotzdem wurde er NRW-Minister und ist nun sogar möglicher Kanzlerkandidat. Mein Kollege Moritz Küpper und ich haben uns oft darüber unterhalten und gefragt: „Wie macht der das?“. So entstand die Idee. Es gibt nur wenige Spitzenpolitiker in Deutschland, die auf dem Sprung nach ganz oben sind und über die es noch keine Biografie gibt. Es war reizvoll, seine Karriere als Erster auszuleuchten.

Die Biographie heißt „Der Machtmenschliche“. Wie kam es zu diesem Titel?

Laschet galt nie als der geborene Machtmensch und wurde an vielen Stellen belächelt. Dennoch ist er mit seinem Politikstil überraschend weit gekommen. Deshalb haben wir das Buch „Der Machtmenschliche“ genannt. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass dieses Buch keine Auftragsarbeit war oder von Laschet autorisiert wurde. Es ist ein unabhängiger journalistischer Blick auf seine bisherige Karriere.

Wie schmal ist der Grat, als Journalist eine Biographie über einen Politiker zu verfassen?

Es ist schon eine Herausforderung. Besonders, weil wir für das Buch mit über 60 Menschen aus Laschets Umfeld gesprochen haben. Da sind die Brüder, der Pfarrer, seine Lehrer, aber auch Mitarbeiter, Weggefährten und politische Gegner. Armin Laschet haben wir ebenfalls mehrfach für größere, themenbezogene Interviews treffen können, um einige Lebensphasen noch einmal näher zu beleuchten. Er hat uns da keine Steine in den Weg gelegt, sondern Respekt für unabhängige Recherche gezeigt. Das hat uns natürlich geholfen. Diese Interviews gepaart mit unseren eigenen Erfahrungen und Archivmaterial haben einen großen Fundus gebildet, der einen guten Einblick in seine Karriere ermöglicht hat. Eine Lobhudelei ist „Der Machtmenschliche“ dennoch nicht geworden. Es geht um Erfolge, genauso wie um Niederlagen. Um Laschets Stärken ebenso wie seine unübersehbaren Schwächen. Dabei wollten wir so objektiv wie möglich bleiben und ich denke, das ist uns gelungen.

Schon lange begleitet Tobias Blasius den Politiker Armin Laschet. Hier sind die beiden zusammen auf einer Geschäftsreise in New York zu sehen.

Schon lange begleitet Tobias Blasius den Politiker Armin Laschet. Hier sind die beiden zusammen auf einer Geschäftsreise in New York zu sehen.

Welches dieser Interviews ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Wir hatten die Möglichkeit, Armin Laschet in Aachen zu besuchen. Er hat uns seinen Heimatstadtteil Burtscheid gezeigt und versucht, uns einen Eindruck des Ortes zu vermitteln. Das war natürlich interessant, weil seine Herkunft auch auf den Politiker Laschet schließen lässt. Armin Laschet ohne Aachen ist schwer zu erklären. All diese Erfahrungen haben mein Bild von ihm geschärft.

Hat Armin Laschet schon einen Blick ins Buch werfen können?

Nein. Er weiß natürlich, dass es kommt und wird es sicher mit Interesse lesen. Für ihn ist es vermutlich spannend, wie sich seine Selbstwahrnehmung und unser unabhängiger journalistischer Blick auf ihn unterscheiden.

Das Buch „Der Machtmenschliche“ erscheint am 18. September im Klartext-Verlag. Mehr Informationen gibt es auf www.klartext-verlag.de.