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Update 4. Januar: Cyberattacke auf FUNKE

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ihre Anfragen rund um die Wiederherstellung der FUNKE-Infrastruktur werden allmählich drängender und ungeduldiger – und das verstehen wir nur zu gut. Auch wir wünschten uns, dass wir zwei Wochen nach der Cyberattacke Schritt für Schritt zurück in den Normalzustand übergehen könnten. Bis es so weit ist, wird es jedoch noch einige Wochen dauern. Der externe IT-Angriff war absolut massiv und hat zu großem Schaden innerhalb unserer IT-Systeme geführt. FUNKE muss aktuell eine komplett neue, saubere IT-Umgebung für alle Bereiche aufbauen – das braucht bei vormals über 1000 Servern und mehr als 6000 Endgeräten leider noch etwas Zeit.

 

Rund 1200 der insgesamt 6600 teilweise verschlüsselten Endgeräte (Computer) sind in unseren „IT-Waschstraßen“ bereits digital gereinigt worden und wieder vollumfänglich und sicher im Einsatz. Unsere IT, unterstützt von externen Dienstleistern, arbeitet tagtäglich mit Hochdruck daran, die Anzahl der verfügbaren Endgeräte stetig weiter zu erhöhen, bis alle Computer wieder sicher nutzbar sind – das dauert seine Zeit, und wir bitten jeden Einzelnen dafür um Verständnis.

Die Neueinrichtung der Systeme für Redaktion, Druck und Verlagsgeschäft macht ebenfalls täglich Fortschritte. Zum Glück verfügt FUNKE über gute Backups, sodass viele Dateien über die nächsten Wochen restauriert und wieder genutzt werden können.

Die Tageszeitungen erscheinen bundesweit mit bis zu 28 Seiten täglich (und damit nur noch 4 Seiten unter regulärem Umfang). Den Kraftakt, dies zu stemmen, hat einer unserer Redakteure hier wie folgt beschrieben:

https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/hackerangriff-wie-eine-druckerei-im-notbetrieb-arbeitet-id231237924.html

Noch leicht eingeschränkt sind die Lokalteile in NRW, Braunschweig und Thüringen (nicht aber in Hamburg & Berlin). In den drei Bundesländern erscheinen derzeit Regionalseiten mit den wichtigsten Artikeln aus einzelnen Städten. Noch diese Woche werden die NRW-Titel jedoch eine kleine Zahl von Lokalteilen aufbauen und diese dann sukzessive ausweiten und erhöhen.

Presseberichterstattung über etwaige Lösegeldforderungen können und dürfen wir aus ermittlungstaktischen Gründen und nach Rücksprache mit den Behörden nicht kommentieren. Wir betrachten den Angriff aber als weiterhin aktiv, auch wenn zahlreiche Produktionssysteme in langen, kraftraubenden Tag- und Nachtschichten wiederhergestellt werden konnten.